Spiele(nd) selber bauen. Qubb in der Osterruhe

Mein Partni ist auf die Idee gekommen, Kubb spielen zu wollen beim nächsten Ausflug in der „Osterruhe“. Zuerst habe ich auf willhaben recherchiert ob gerade wer eins verkaufen will. Nachdem es kein Angebot gab, bin ich auf die Idee gekommen selber eins z bauen. Ich habe mir f.lux1 eine Anleitung durchgelesen, ok, eigentlich waren es mehrere, ich vergleiche gerne die verschiedene Baumöglichkeiten und lasse mich inspirieren bevor ich ans Werk gehe.

 

Dann habe ich nachgesehen was ich noch an Holz zuhause habe, und aus diesen Restln (ugs. für „übrig Gebliebenes“) ein Spiel zu basteln. Ich habe meine mörderische Säge von der Wand geholt und mich ans Werk gemacht.

Nach 5 Drümmern (ugs. Stücke) ist mir gefühlt die Hand abgefallen, ich habe schon wieder vergessen, wie anstrengend Handarbeit ist.

 

Ich erinnerte mich daran, dass es wieder eine Weile dauert bis mit kontinuierlicher Übung auch die Kraft wiederkommen kann, die mensch für solche Arbeiten durchaus gebrauchen kann. Aber ja, man muss ja nicht hetzen, und so habe ich abwechselnd gesägt und mit Schleifpapier nachgearbeitet.

Und beim Arbeiten sinn-iere ich erneut darüber, welch fatal verlorene Wertschätzung das Handwerk heutzutage hat. Wie viele Menschen üben noch mit ihren Händen „erdige“ Tätigkeit aus (Gartenarbeit, Kochen, etc.), stellen Sachen selber her (Putzmittel, Aufstriche, Körperlotion etc.) oder nehmen Handwerk in Anspruch für Reparaturen, Neuanschaffungen?

 

Ich finde ja es gibt zahlreiche Gründe um sich dem Handwerk (wieder) zuzuneigen, ganz persönlich zieht mensch einfach Kraft aus diesen Tätigkeiten, vielleicht weil sie uns (wörtlich) mit der Erde verbinden. Kürzlich las ich, dass es auch daran liegt dass wir den Entstehungsprozess von „etwas“ unmittelbar mitbekommen, im wahrsten Sinne des Wortes er-leben, da wird dann wohl klar, warum das seine positive Wirkung zeigt. Umgekehrt, wenn ich nichts mehr selber herstelle und nur zukaufe und es auch permanent neu kaufe(n kann), fehlt der Bezug - die Identifikation – der Wert, das hat dann Konsequenzen, wie fehlende Wertschätzung und einen dementsprechenden unbedachten Umgang.

 

Ich bin ja noch als Landei groß geworden, was nicht nur Vorteile hat, wovon Landeier (ugs. liebevoll für Menschen die am Land aufgewachsen sind oder dort leben) ein Lied singen können. Aber, ich wohnte neben einem Wald, war dauernd draußen und sprichwörtlich in der Erde vergraben. Ich glaube tatsächlich, dass das was Essentielles ist im Wald sein zu können, von naturbelassenen (ungespritzten) Pflanzen, der Erde umgeben zu sein, oder immer wieder mit ihr sein zu können.

 

 

Öko-Tipp-Trickkiste

 

<3 Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Manchmal ist weniger mehr. Wir können uns als Spezies nicht (aufmerksam) auf viele Sachen gleichzeitig fokussieren, das ist eine Tatsache. Dauernd zugeballert werden von allen Seiten ist eine mega-Anstrengung für unser Nervensystem, der Genuss bleibt dann bisweilen auch aus. Insofern kann das Handy mal zwischendurch ausschalten viel (Erholung) bringen.

 

<3 Tatsächlich lassen sich mit ein paar wenigen Hausmitteln „aus Omas Zeiten“ wunderbare Produkte schaffen! Mit Soda, Natron, Essig, Zitronensäure und Kernseife kannst du dich und deine Lieben rundum versorgen. Pflanzenschutzmittel, Geschirrspülmittel, Universalreiniger, WC-Steine, Abflussreiniger, Waschmaschinen-Pflege, u.s.w. Es ist toll, weil es kein Schaden für die Umwelt ist und du dir einen Batzen Geld sparst!

 

Vielleicht ein Hinweis aus Erfahrung, selber gemachte Mittel sind in ihrer Konsistenz manchmal anders/ungewöhnlich, im Vergleich zu gekauften Produkten, was dazu führen kann, dass eins glaubt, da ist was falsch. Ist es nicht! Der Schaum und der Geschmack, oft der starke Geruch („Duft“) bei gekauften Produkten spielt uns bestimmte Eigenschaften vor, zum Beispiel, dass es sauber(rer) sei, als etwas Einfacheres. Einer der vielen Tricks mit denen eine Vielzahl an Produkten an d* Konsument_innen gebracht wird.

 

Also mein Tipp, dran bleiben und umgewöhnen, der Genuss kommt!

 

 

Gehabt‘s euch wohl,

 

euer Lian

 

 

Quellen

 

Smarticular. Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie, oder online unter smarticualar.net: https://www.smarticular.net/ [05.04.02021]

 

1f.lux ist eine Anwendung für PC und Handy die deinen Bildschirm Augen- und nerven-schonend dimmt. Nach einer Eingewöhnungsphase fällt dir die Farbveränderung auch gar nicht mehr auf, versprochen! Und tust dir damit wirklich Gutes, vor allem wenn du am Abend noch in die Röhre schaust!

 

 

Abkürzungen

 ugs - umgangssprachlich