Öko_logisch?! Überlegungen eines Öko sapiens (mit Trickkiste:)

Barfuß in Manhattan und der Film dazu, „no impact man“ gaben mir nun den letzten Anstoß – ganz getreu des Mottos – tu´s selba, fang an!, was auch immer das ist, oder werden soll.1

 

 

 

Wie kam es zu dem hier, außer, dass ich irgendwann in Villach/Kärnten aus dem Bauch meiner Mama flutschte. Eine batzen (ugs. große) Sinnkrise meinerseits im letzten Jahr, in dem ich eine Bildungskarenz genießen durfte, vielleicht auch ein wenig begleitet von den Covid Maßnahmen führten dazu, ich habe „verloren“ was ich davor (noch) spürte: die Antwort auf die Frage „Warum bin ich hier?“. Selbst nach einem tollen Gespräch einer sehr geschätzten Freundin von mir, die sehr klar formulieren konnte, was mein Sinn ist (aus ihrer Sicht), faktisch eine Lobeshymne in meinen Ohren, ließ mich nicht mehr spüren, „aja, darum bin ich hier!, das kann ich den Menschen geben.“

 

 

 

Nun, meine Oma (ich denk ganz liebevoll an dich Oma!) würde sagen, das alles (!) liegt daran, dass „wir“ Löwen sind, meine Oma hat es mit Sternzeichen, eigentlich nicht mit Sternzeichen, sondern damit, dass es etwas Besonderes ist ein* Löwe* zu sein. Na gut, ich schweife ab (lieb* Leser* darauf kannst du dich schon gefasst machen, falls du hier öfter reinliest, das passiert mir).

 

 

 

Also, wo war ich, der Sinn, aja, na gut, vielleicht bin ich auch einfach „angestachelt“ (ugs. inspiriert) von dem (glücklicherweise) immer lauter werdenden Postulat „schert euch um den Planeten“ (heißt so viel wie kümmert euch um die Erde). Ein ausgefeiltes Thema wie ich meine und eines das wohl widersprüchlicher nicht diskutiert wird. Tausend Empfehlungen, dann wieder Verharmlosungen, „wir ham eh ka Problem (ugs. es gibt nichts zu tun, alles Roger), tu dies, tu das, einfach öko kaufen, dann ist es gut, fahr weiter deinen SUV aber kauf dir ein Passivhaus mit Energiesparlampen, iss vegan, oder zumindest Weide-Fleisch (Fleisch von Viechan (ugs. Tiere) die nur Gras fressen anstatt Fertigfutter und Antibiotika), etc.

 

 

 

Da soll sich Eins noch auskennen.

 

 

 

Was mir in dem Dschungel (meiner Gefühle) letztlich geholfen hat, ihr werdet es schon raten, war nicht DIE eine Sache, auch wenn sie in der Welt in der wir leben, immer von neuem vor mir hergehalten wird (aka, versucht wird, sie mir zu verkaufen, DIE eine Lösung für ALL meine Probleme). Ja, ich bin der Ansicht, dass auch intellektuelle Dienstleistungen in einem hohen Grad vermarktet werden und leider bisweilen auch nicht zu dem beitragen, zu dem sie sollten, nämlich, der Entspannung und Orientierung von Menschen.

 

 

 

Jedenfalls, werde ich euch hier (noch offen wo das hier ist) nicht dauernd Menschen und Projekte und Werkzeuge (aka Methoden, Übungen) nennen die ich gut finde, bzw. die mir helfen, danach müsst ihr mich fragen, oder sie auf meiner Webseite finden, oder selber recherchieren. :) Und wenn du Geld hast, möchte ich dass du mich für meine Dienstleistungen, dich zu unterstützen, auch bezahlst. „Wenn du Geld hast“ ist ein eigenes großes (Unter)thema, dass ich eventuell an anderer Stelle erläutern werde. Einen Blinzler (ugs. kurzes Augenzucken/Hinweis) findest du dazu auch auf meiner Webseite.

 

 

 

Also gut geholfen hat mir Vieles, ich kann euch ja verraten, ich habe mir viele Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen – was ich übrigens erst seit Kurzem mache – und ich habe Dank Gesprächen mit Freund_innen von spannenden Leuten gehört, „auf die ich anspringe“ (ugs. mein Bauch sagt, ja, „die passen zu mir“). Deren Überlegungen und Videos (großteils kostenfrei erhältlich), habe ich mir dann „hineingezogen“ (ja, gefühlt, wie eine Line Koks-aber auch das ist eine andere Geschichte für einen späteren Zeitpunkt) und – lange Rede hier der Sinn – an dem Punkt bin ich angelangt, „es zu tun“.

 

Mir ist das „tu es“ nun auf die eine oder andere Art so oft untergekommen, dass es mir im positiven Sinne reicht und ich damit (was genau das ist weiß ich noch nicht) nach Außen gehe. Ganz im Zeitalter der Influencer_innen (Mama, falls dir das nix sagt, das sind Menschen die „Wichtiges“ aus ihrem Leben auf sozialen* Medien [Frazebuch, Instabam, You-tube, etc.] teilen und manche davon fame (berühmt) werden, und auch richtig Kohle (ugs. Geld damit verdienen) [und viele davon, an richtigen Stress im Leben bekommen].

 

 

 

Ok, wo war ich, aja, also ich teile das, und nachdem mein Teilen mit umweltbewusst (boah, ist das ein abgedroschenes Wort) zu tun hat, soll`s hier darum gehen, was ich mir dazu denke und noch wichtiger, eben damit/dazu/dafür tue, es geht also um das konkrete Handeln und einen Versuch andere Menschen „für die Sache“ zu inspirieren. Niko Paech (so ein Öko-Wirtschaftler) meint dazu beispielhaft:

 

Das Gros der zu diesem Zweck verfügbaren Bio-zertifizierten Symbole einer vorgeblichen Nachhaltigkeits-orientierung hilft dabei, aktuelle Versorgungsmuster gegen notwendigen Wandel zu immunisieren. Aber es nützt nichts: Per se nachhaltige Technologien und Objekte sind schlicht undenkbar. Allein Lebensstile (w.i.O.) können nachhaltig sein. Nur die Summe der ökologischen Wirkungen aller von einem einzelnen Subjekt ausgeübten Aktivitäten lässt Rückschlüsse auf dessen Nachhaltigkeitsperformance zu. Folglich können Nachhaltigkeitswirkungen ausschließlich auf Basis individueller Ökobilanzen dargestellt werden. Folgt man dem bereits angesprochenen Budgetansatz, so stünde jedem Erdbewohner bis 2050 noch ein jährliches Emissionsquantum von 2,7 Tonnen CO2 zur Verfügung. Wir diese Forderung ablehnt, will entweder keinen Klimaschutz oder keine globale Gerechtigkeit.“ (Paech 02014: 99)

 

 

 

Bähm! Das haut rein gell?! Also übersetzt und in Kürze heißt das (für mich), wir müssen das schon selber machen und zwar wirklich und uns schon gar nicht auf „die da oben verlassen“, weil des hilft nit. Ich habe anhand des Fußabdruckrechners2 meine CO2 Bilanz ermittelt und mich fast angespieben (ugs. übergeben). Ich lebe derzeit so, als ob es 3- irgendwas Planeten gäbe. Ja, das ist nicht besonders schön zu lesen und das, obwohl ich das Gefühl hatte (hahahah) ich lebe eh‘ schon total supa; aber nachdem ich es verdaut habe und dank motivierender Auseinandersetzungen entscheide ich mich für die Strategie, „Challenge accepted“ (Papa das heißt: Herausforderung angenommen, das ist endlich mal ein sinnvoller Wettbewerb!).

 

Ja, das ist mein ernst, auch wenn wir dauernd Zweifel kommen, ob ich das schaffe, ich möchte auf eine Bilanz, die besagt, dass ich so lebe, als ob ich auf einem Planeten lebe, denn das tue ich. Und, lieb* Leser*, ist nicht der Weg das Ziel, blablabla, bevor ich nichts tue, tue ich lieber was, blablabla.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss noch ein „Definition“ von Arbeit die ich gut finde:

 

Was wenn ich Arbeit ab nun als das definiere wo ich meinem Interesse folge, u. A. etwas zu lernen? Einkommen kommt, wenn ich das teile was ich arbeite (und idealerweise mag;).

 

Was tut meine Arbeit für andere Menschen?!

 

Was interessiert mich wirklich?

 

Was wenn mein Verdienst (Einkommen) ist, das Leben anderer Leute (ein wenig) zu verbessern?!

 

In dem was du mehr und mehr teilst, liegt auch Verletzlichkeit und das ist ok. (frei nach Alex Baisley 02021)3

 

 

 

Öko-Trick Individuum

 

Akkus vor dem erneuten Laden richtig leer werden lassen und alle Geräte regelmäßig wirklich (!) abschalten, also auch aus dem Standby Modus entlassen verlängert ihren Lebensatem.

 

 

 

Öko-Wirtschaft (besonders Industrie, Großunternehmen)

 

Wie wäre es damit, wenn Firmen ihren Fußabdruck, Verbrauch von Ressourcen, Herkunft von Materialien, Arbeitszeit, Bezahlung Mitarbeitis, etc. freiwillig ausweisen?! Macht einen guten Eindruck bei den Konsument_innen und ist ein Schritt in die gemeinsam richtige - aka Mitwelt-verträgliche Richtung.

 

 

 

Öko-Politik

 

Nur mehr Geräte zulassen die durch Langlebigkeit und Reparierbarkeit glänzen. I know, das ist zumindest Europaweit und Dank vieler Initiativen und Menschen, zum Beispiel Sepp Eisenriegler (R.U.S.Z. Wien) voraussichtlich 02025 geplant. Ein guter Anfang!

 

 

 

Praxis-Nerd

 

Habe heute meinen Mistkübel und Alt-Papierkorb mit Datum versehen um zu gucken wie lange es dauert, bis sie voll sind.

 

Zahnputzpulver mit Kräutern selber gemacht, ungewohnte Haptik und kein Gewohnheitsschaum im Mund, dafür Belohnung durch total guten Geschmack.

 

 

 

Gehabt‘s euch wohl,

 

euer Lian

 

 

 

Anhang

 

 

 

Quellen

 

Niko Paech (2014): Befreiung vom Überfluss. Auf den Weg in die Postwachstumökonomie. oekom verlag, München

 

 

 

Alex Baisley. https://bigdreamprogram.mykajabi.com/home [30.03.02021]

 

 

 

Abkürzungen

 

ugs - umgangssprachlich

 

aka - also called as (auch bekannt als)

 

u.A. - unter Anderem

 

 

 

1An dieser Stelle auch ein herzliches Danke auch an Heini Staudinger für das „Scheiß di nit on“, ich höre es immer wieder gerne (in mir widerhallen)

 

2Es gibt unzählige CO2 Rechner, mit denen du deinen Fußabdruck selbst berechnen kannst, manche sind genauer, manche allgemeiner. Den hier finde ich ganz passabel, du findest auch übersichtlich Infos dazu wo die Daten her sind und kannst deinen Fußabdruck relativ genau bemessen lassen. https://www.mein-fussabdruck.at [30.03.02021]